Für Schweizer FMCG-Marken

Aus einem Kauf wird der nächste

Vom Regal bis zum zweiten Kauf

9 Kapitel16 Min. Lesezeit

Am Ende dieser Seite kennt ihr die Zahlen, die euer nächstes Jahresgespräch verändern. Sie stehen in Kapitel 07.

Kurz ehrlich: Wo steht ihr gerade?

Vier typische Ausgangslagen, eine davon ist wahrscheinlich eure.

Vor der Lancierung

Ihr steht vor einer Neulancierung. Dann ist das hier eure wichtigste Frage: Was passiert nach dem ersten Kauf? Genau davon handelt diese Seite.

Lancierung läuft, Wiederkauf stockt

Der Erstkauf läuft, aber der zweite bleibt aus. Ihr seid mitten in der teuersten Lücke, und ab Kapitel 03 steht, wie ihr sie schliesst.

Wir messen den Wiederkauf nicht

Ihr wisst nicht, wer wiederkauft und warum nicht. Dann ist Kapitel 07 für euch gebaut: die Zahl, die das sichtbar macht.

Wir verteilen Produktsamples, Wirkung offen

Dann gilt diese Seite für euch eine Stufe früher. Eure Lücke heisst nicht Kauf 1 zu Kauf 2, sondern Produktsample zu Kauf 1: Sample to Purchase. Das Produktsample identifiziert den Interessenten, bevor er je gekauft hat, und führt ihn nachweisbar zum ersten Kauf. Der Rest ist dasselbe System, Kapitel für Kapitel.

Kapitel 01 · Das Problem

Warum gute Produkte trotzdem scheitern

Ihr kennt es aus eigener Erfahrung: die meisten Neulancierungen schaffen es nicht. Woran sie wirklich scheitern, zeigt eine einfache Geschichte.

Die Zahl dazu

Nur 17% der untersuchten FMCG Neueinführungen erzielen überdurchschnittlichen Trial und Repeat Purchase: Trial ist nur die halbe Arbeit. Entscheidend ist, ob Erstkäufer zurückkommen.

Quelle: NielsenIQ, Launch Fast, Learn Faster, European FMCG Analysis, 2026.

Und das Erfolgskriterium aus Nielsens Breakthrough-Forschung heisst Endurance: 85% des Erstjahresumsatzes im zweiten Jahr halten. Selbst das Erfolgskriterium der Branche ist ein Wiederkaufs-Kriterium.

Kennt ihr diese Geschichte?

Konsumentin packt ihren Einkauf in der Küche aus
  1. Montag Kauf 1 Gekauft, voller Erwartungen.
  2. Mittwoch Probiert Geschmeckt, gefällt, passt zum Moment.
  3. Übergang Die Lücke Die teuerste Lücke im Detailhandel.
  4. Freitag Vergessen Das Produkt rückt in den Hintergrund.
  5. 2 Wochen später Andere Marke Konkurrenz gekauft. Kein Grund zu wechseln, kein Grund zu bleiben.

Die meisten Produkte scheitern nicht daran, entdeckt zu werden. Sondern daran, im Alltag zu bleiben.

Neulancierungen scheitern nicht am ersten Kauf. Sie scheitern am zweiten.

Angelika Leemann, Rivella
«Früher haben wir Kampagnen ausgewertet. Heute verstehen wir, was zwischen Erstkauf und Wiederkauf passiert.»
Angelika Leemann, Co-CMO, Rivella

Merkt euch diese Käuferin. Sie begleitet euch durch alle neun Kapitel, und am Ende kauft sie wieder.

Wissenschaftliche Grundlage

Byron Sharp, How Brands Grow (2010): Marken wachsen, indem viele Gelegenheitskäufer immer wieder kaufen, nicht durch wenige treue Fans. Der zweite Kauf ist deshalb der Hebel, an dem Wachstum wirklich hängt.

Die nächste FrageAlso: Warum reisst es genau zwischen Kauf 1 und Kauf 2?

Kapitel 02 · Die Ursache

Nach dem Kauf reisst der Faden

Am Tag des Kaufs endet euer Kontakt zum Käufer. Ab dann seht ihr nur noch Summen.

Was ihr heute seht

Reichweite, Öffnungsraten, Klicks, dazu Panel-Absatz mit wochenlangem Verzug

Was ihr nicht seht

Wer gekauft hat, warum, und ob die Person wiederkommt

Die Käuferin, die euch heute im Laden gewählt hat, ist für euch anonym. Ihr könnt euch nicht bedanken, nichts fragen und nicht erinnern. Also entscheidet der Zufall über den zweiten Kauf.

Aber wir sehen doch Reichweite, Öffnungen und Klicks?

Schaut sie einzeln an. Die Reichweite zählt Sichtkontakte, kein Gegenüber: Sie sagt, wie viele erreicht wurden, nie wer. Die Öffnungsrate täuscht, seit Apple Mail Öffnungen automatisch meldet, gelesen oder nicht. Und der Klick zeigt eine Reaktion, aber keine Person und keinen Kauf. Ein echter Kontakt braucht beides: eine erkennbare Person und eine erkennbare Reaktion. Und selbst wo diese Zahlen stimmen, messen sie alle vor dem Kauf. Der Faden, um den es hier geht, reisst danach.

Und dieser Nachteil wird jedes Jahr grösser

Der Handel kennt den Käufer, ihr nicht. Cumulus und Supercard wissen, wer euer Produkt einmal gekauft hat und dann zur Konkurrenz wechselte. Genau dieses Wissen macht die Eigenmarken der Detailhändler stärker, sie gewinnen im Schweizer Regal seit Jahren Anteil, weil sie auf echte Kaufdaten zugreifen. Wer weiterhin nur Reichweite bucht, verhandelt im Jahresgespräch mit leeren Händen, während die Gegenseite jeden eurer Käufer kennt.

Die Marken, die diese Lücke zuerst schliessen, gewinnen den Datenvorsprung ihrer Kategorie. Und wer das im eigenen Team anstösst, ist nicht mehr die Person, die Kampagnen bucht, sondern die, die beweist, was sie bewirken.

Die Käuferin vom MontagSie hat euch am Montag gewählt, und es hat ihr geschmeckt. Aber ihr wisst es nicht: für eure Systeme hat sie nie existiert.

Wissenschaftliche Grundlage

Romaniuk & Sharp, How Brands Grow Part 2 (2021): Wiederkaufverhalten folgt stabilen, messbaren Mustern, mit aktuellen Daten über Märkte und Kategorien bestätigt (in der Tradition von Ehrenbergs klassischer Wiederkauf-Forschung). Wer seine Käufer kennt, kann den Wiederkauf deshalb steuern statt hoffen.

Die nächste FrageWas müsste also stattdessen passieren?

Premium-Inhalt

Vollständigen Inhalt freischalten

Gib deine geschäftliche E-Mail-Adresse an, um die ganze Seite zu lesen. Sie bleibt in diesem Browser freigeschaltet.

Mit dem Absenden stimmst du der Verarbeitung deiner Daten gemäss Datenschutzerklärung zu.

Demo buchen Jetzt loslegen